19.07.2013 // Fashion

Fair Wear – Verantwortung für Arbeiter

Fair Wear – Verantwortung für Arbeiter

Die internationale Fair Wear Foundation (FWF) mit Sitz in Amsterdam hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeitsbedingungen der an der Konfektion der Textilien beteiligten Arbeiter nachhaltig zu verbessern. Gefördert werden die Menschen, die mit dem Nähen – dem arbeitsintensivsten Teil der Produktionskette – befasst sind. Der FWF gehören etwa 75 europäische Textilfirmen mit über 100 Marken an. Sie stellen sicher, dass in den Zulieferbetrieben existenzsichernde Löhne gezahlt werden, keine exzessiven Überstunden geleistet werden müssen und Versammlungsfreiheit gewährleistet ist. Einmal jährlich müssen die Mitgliedsunternehmen die Einhaltung der Arbeitsstandards in ihren Zulieferbetrieben überprüfen und in ihrem Sozialbericht darüber berichten. Im Rhythmus von drei Jahren wiederum verifiziert die FWF die Ergebnisse ihrer Mitgliedsunternehmen. Um Unabhängigkeit sicherzustellen sind bei diesem Prozess Gewerkschaften, NGOs und lokale Organisationen eingebunden.

Neben Managementsystemen, die so ausgerichtet sein müssen, dass die Umsetzung von Arbeitsstandards möglich ist (z.B. ausreichend lange Lieferfristen, um erzwungene Überstunden zu vermeiden oder angemessene Preise, um faire Löhne zu ermöglichen), gibt es ein funktionierendes Beschwerdesystem für die Arbeiter und ihre Vertreter.

Zur Erreichung der angestrebten Ziele verfolgt die FWF einen schrittweisen Ansatz. Sie fordert kontinuierliche Verbesserungen bei der Einhaltung der Standards ein (beispielsweise soll die Zahlung eines existenzsichernden Lohnes durch progressives Anheben der Löhne erreicht werden). Die Organisation selbst erklärt den Ansatz damit, dass es wichtig ist, bei Unternehmen die Bereitschaft zu wecken, ihre Supply Chain zu verbessern. Gute Arbeitsbedingungen somit Ziel der Mitgliedschaft, aber nicht Bedingung für die Aufnahme in der FWF, denn das Erreichen fairer Arbeitsbedingungen - gerade in der Textilbranche - ist ein Prozess, der langwierig und kompliziert ist. Konkret nennt die Organisation acht Punkte, die als übergeordnete Ziele in ihren Kodex eingegangen sind und somit zu den Zielen der begetretenen Unternehmen gehören müssen:
  • freie Wahl des Arbeitsplatzes
  • keine Diskriminierung bei der Beschäftigung>
  • keine ausbeutende Kinderarbeit
  • Versammlungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen
  • Zahlung eines existenzsichernden Lohnes
  • Begrenzung der Arbeitszeit
  • sichere und gesunde Arbeitsbedingungen
  • ein rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag
Standards und Sozialberichte sowie die Ergebnisse der Management-Audits finden sie auf den Internetseiten der FWF. Alle Artikel des Labels 'Stanley & Stella' werden nach Fair Wear-Vorgaben produziert und können in unserem Online-Shop erworben werden. Die Produkte entsprechen darüber hinaus die Anforderungen des GOTS oder des Textile Exchange und erfüllen somit denkbar hohe soziale und ökologische Kriterien. Hier geht's direkt zum Stanley & Stella-Sortiment auf Foxxshirts.de.



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