8.05.2014 // DIY

E-Commerce Produktfotos selber machen! Die günstige DIY Styleshoots Alternative - Ein Erfahrungsbericht

E-Commerce Produktfotos selber machen! Die günstige DIY Styleshoots Alternative - Ein Erfahrungsbericht

Wie man kostensparend und mit vergleichsweise wenig Aufwand eine günstige Inhouse-Lösung für qualitativ hochwertige, automatisch freigestellte Produktfotos selber bauen kann. Auf der Suche nach einer Lösung für freigestellte Produktfotos sind uns zahlreiche Lösungen begegnet. Fotoagenturen, professionelle Freelancer oder Komplettlösungen wie Styleshoots. Doch betrachtet man die Preise pro Bild, die Stundensätze oder die Preise einer Komplettlösung so wird einem schnell bewusst, dass man als mittelständisches Unternehmen schnell ein kleines Vermögen los wird. Betreibt man einen Shop mit einem überschaubaren Artikelstamm, so mag es sich lohnen, die Arbeit an Externe zu geben. Wird das Sortiment jedoch jedes Jahr erneuert und besteht im Zweifelsfall aus vielen Tausend Varianten, so wird diese Herangehensweise schnell zu einem Fass ohne Boden. Wir möchten Euch deswegen erklären, wie man mit einem vergleichsweise kleinen Budget zu einer Lösung kommt, die Produktfotos auf hohem Niveau, bei gleichbleibender Qualität, zu einem vertretbaren Preis produziert.

PS: Liebe Fotografen, bitte fühlt Euch nicht auf den Schlips getreten, aber mit dieser Lösung können selbst Foto-Laien bereits nach kurzer Zeit gute und brauchbare Ergebnisse produzieren.

Wir haben unser System an Styleshoots angelehnt, also um liegende Ware zu fotografieren. Mit ein bisschen Bastler Know-How lässt sich das Ganze jedoch auch für stehend positionierte Produkte um “modden“. Selbstverständlich ist das hier nur ein Erfahrungsbericht, der der Inspiration dienen soll und die Funktionsweise eines solchen selbstgebauten Fototischs verdeutlichen soll. Bevor wir erklären, wie wir unseren Fototisch zusammengebaut haben, ist es sinnvoll kurz das Freemask System von Hensel, einem Hersteller für Foto-Licht vorzustellen. Dazu ein kleiner Auszug von der Hensel-Webseite.

Was ist freemask?

freemask ist die schnellste und exakteste Lösung, um passgenaue und homogene Freistellmasken im Studioalltag zu erzeugen. Selbst kleinste Strukturen, Details und Transparenzen werden perfekt wiedergegeben. Die Maske entsteht schon bei der Fotoaufnahme, dadurch reduziert sich die Freistellarbeit in der Postproduktion auf ein Minimum und ermöglicht Ihnen somit einen effizienten Workflow bei höchster Qualität. freemask ist in Zusammenarbeit mit der schoepe GmbH entstanden.

Wie funktioniert freemask?

Mit Hilfe der Serienbildfunktion Ihrer Kamera und des freemask-Senders werden pro Auslösung automatisch zwei Aufnahmen gemacht: Bei der ersten wird das Motiv belichtet, bei der zweiten Aufnahme wird nur der Hintergrund beleuchtet. Aus dieser Gegenlichtaufnahme lässt sich in der Postproduktion eine pixelgenaue Maskierung erzeugen. Dies geht z. B. ganz schnell und einfach mit der neuen „Mask Integrator“-Software, mit der Sie den Freisteller auch gleich automatisch auf einem neuen Hintergrund platzieren lassen können.

Quelle: http://www.hensel.eu/infos/freemask.html

Im Prinzip haben wir uns einen Fototisch gebaut, in dem zwei Blitzköpfe fest installiert werden. Der Tisch ist oben mit einer Milchglas-Platte versehen, die für die ausreichende Beleuchtung der Produkte von „unten“ sorgt. Von innen wird der Tisch außerdem mit weißem Papier, ähnlich wie einer Hohlkehle, ausgekleidet (nicht in der Skizze zu sehen). Gleichzeitig wird ein weiterer Blitzkopf neben dem Tisch platziert, der für die Belichtung der Oberfläche der Produkte sorgt. Durch die Steuerung der Freemask-Blitzköpfe werden innerhalb kürzester Zeit zwei Fotos mit unterschiedlicher Belichtung gemacht, die anschließend am PC mit einer selbstgeschriebenen Photoshop-Aktion zu einem freigestelltem Bild zusammengerechnet werden. Bei der Installation war uns besonders der superfreundliche Außendienstler von Hensel eine große Hilfe. An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank!

Mit welchem Budget muss ich rechnen?

Je nach Kamera und sonstiger Hardware liegt das Budget bei ungefähr 8.000-10.000 Euro.

Was wurde alles verbaut?

Für den Fototisch benötigt Ihr:

Benötigte Hardware

  • Kamera: eine digitale Spiegelreflexkamera
    (in unserem Fall eine Canon EOS Mark II)
  • Objektiv: EF 50mm Makro-Optik
  • Eine Schere und einen Cutter/ Bastel-Skalpell
  • zusätzlich: Netzteil-Einschub

Lichttechnik und Beleuchtung

Sonstige Hardware

  • einen PC mit Monitor etc.
  • Adobe Photoshop®
  • Mehrfachstecker

Fotozubehör

  • Teleskopischer Wandarm
  • 3D-Neiger
  • Kameradapter 3/8 Gewinde auf 5/8

Wie viel Zeit muss ich einplanen?

Ist die Glasplatte bereits zugeschnitten sind 2-3 Arbeitstage einzuplanen, bis der Tisch betriebsbereit ist. Außerdem sollte genug Zeit für die richtige Einstellung der Kamera und Lichttechnik eingeplant werden. Von vornherein gilt außerdem zu beachten, dass man die weitergehende Verwaltung und Sortierung der Produktfotos plant.

Wie sehen die Ergebnisse aus?

Dafür möchten wir Euch gerne ein paar Produktfotos aus unserem Shop zeigen (Um zum Produkt zu gelangen und dort das Foto in hoher Auflösung anzugucken einfach auf das entsprechende Bild klicken). Natürlich werden die Bilder von uns fürs Web optimiert und liegen offline in noch höherer Auflösung vor, dazu aber mehr in Teil 2 unseres Erfahrungsberichts.



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